Viel Arbeit – packen wir es an!

Seminarzeit circa 96 Stunden, Selbststudium circa 204 Stunden – Gesamtzeit 300 Stunden. Nüchtern umreißt die Studienordnung unser mittlerweile drittes Semesterprojekt im Studiengang Online-Journalismus. Und schneller, als wir dachten, befinden wir uns auch schon im letzten Projekt unseres Studiums. Danach folgt eine Praktikumsphase und die Bachelorarbeit. Uff!

Verständlich, dass wir da etwas Besonderes schaffen wollen. Ein Printmagazin, das mit einem Blog zum Crossmedia-Produkt wird, stellt uns vor einige Herausforderungen. Und so ungern ich das als einer der beiden Projektleiter tue, aber unseren Enthusiasmus müssen wir an einigen Stellen doch etwas einbremsen. Die Grundlagenliteratur von Kathrin Kommerell verheißt, dass wir schon an unserem Schreibstil sehr feilen und sehr genau darauf achten müssen, wie wir schreiben.

Ein Satz, wie der vorherige, ginge zum Beispiel gar nicht für Kinder. Zu Abstrakt. Was heißt überhaupt verheißen? Was ist Schreibstil? Und feilen? Oh weia, da muss vor allen Dingen ich noch Mal ran.

Vielleicht so:

“Wir wollten wissen, wie man für Kinder schreibt. Das Buch von Kathrin Kommerell hat uns dabei geholfen.

Jetzt wissen wir, was die Kinder lesen wollen.”

Fast – aber noch nicht ganz. Wirklich “helfen” kann uns ein Buch ja nicht. Vielleicht schreibe ich besser:

“Im Buch von Kathrin Kommerell gab es viele nützliche Tipps.”

Das könnte klappen.

 

Alles auf einmal? Geht nicht …

Da wir das Ziel haben, am Ende des Semesters ein gedrucktes Heft zu verteilen, bleibt uns nicht viel Zeit. Allein der Druck der Magazine dauert vier bis sechs Wochen. Das raubt uns glatt ein Drittel der Arbeitszeit des Semesters. Planen ist angesagt – und das können Sie hier im Blog mit verfolgen.

Die Grundlagenarbeit im April ist im Redaktionstagebuch zusammengefasst. In den nächsten Wochen wird das gesamte Team mit Recherche und Erstellung der Print-Artikel gefordert sein. Redaktionsschluss ist bereits am 16. Mai. Denn danach müssen die Artikel ins Layout, um das Heft auf die Beine zu stellen. Redigieren, Fakten prüfen, Bilder suchen – alles aus studentischer Hand.

Und wir bleiben realistisch. Nicht jeder Artikel, den wir uns momentan so vorstellen, wird es in die Printausgabe schaffen. Schnell stirbt ein Thema weg (wieder so ein Satz, den ich nur Erwachsenen zumuten kann), eine Recherche verläuft im Sande oder jemand wird krank. Umso besser, dass wir im Blog einen eigenen Bereich für die Artikel haben, die nicht im Magazin erscheinen werden.

Im Mai zeigt das Blog hauptsächlich in Beiträgen der Kategorie Redaktionstagebuch, wie wir arbeiten. Videos, Fotostrecken, Audiobeiträge sowie Artikel gehen dann nach dem Drucktermin im Juni online. Wer uns via Twitter, Facebook oder Google+ folgt, ist live dabei.

Abstriche müssen sein

Manche Dinge können wir in diesem engen Zeitrahmen leider nicht realisieren. Dazu zählt die systematische Namensfindung. Dass wir im echten Arbeitsleben eigentlich einen Pre-Test mit Schülern und eine umfassende Recherche zum Namen selbst einleiten würden, versteht sich von selbst. Auch für die Logoentwicklung haben wir daher auf lange Tests verzichtet – wir überzeugen durch Inhalte.

Hab’ ich etwas vergessen? Nein, ich denke, dass war es erst einmal.

Unser Team freut sich immer über Anregungen zum Magazin und zu unserem Onlineauftritt. Eine Redaktion und ein Produkt dieser Größenordnung hatte ich bisher auch noch nicht – und wissen Sie was? Es macht schon jetzt einen Mordsspaß! (<–Wieder so ein Wort, was gar nicht geht…aber ich lern das noch. Versprochen!). Und bloß gut, dass nicht alle Aufgaben von der Doppelspitze getragen werden. Redigatur, Fact-Checking Heftredaktion, Blogredaktion – jedes Team hat einen Hauptverantwortlichen, der die Arbeit organisiert.

Unser Endprodukt soll sich sehen lassen können – das ist das Ziel!

Über Daniel Lücking

Daniel ist Reserveoffizier, war bereits in seiner aktiven Dienstzeit journalistisch für die Bundeswehr tätig und studiert seit September 2010 Online-Journalismus an der Hochschule Darmstadt. Referenzen und Arbeitsproben sind in seinem Blog unter www.medienkonsument.de und im Journalistennetzwerk www.youdaz.com verfügbar. Twitter: @danielluecking

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Ein Kommentar zu Viel Arbeit – packen wir es an!

  1. Martin Böttner 3. Mai 2012 at 11:19 #

    Das war schon mal interessant und unterhaltsam zu lesen. Werde versuchen “fupp” beim Wachsen auf den Fersen zu bleiben (zum Glück muss ich nicht kindgerecht kommentieren).