Kindgerechte Navigation durch die App

In einer App für Kinder muss auch die Navigation kinderfreundlich sein. Für uns ergaben sich daraus folgende zentrale Elemente: Interessante Beiträge mit interessanten Bildern, Animationen und Videos musste es geben. Diese sollten miteinander unterschiedlich verbunden sein, um die Neugierde auf jeder Seite neu zu wecken. Dennoch sollten sie übersichtlich sein und einem gewissen Schema folgen, damit man sich nicht verläuft.
Das alles unter einen Hut zu bringen, war ein gutes Stück Arbeit. Aber wir haben uns bei der Planung alle Mühe gegeben und so sind einige Elemente dabei herausgekommen, die zumindest uns schon mal überzeugt haben:

1. zentrales Menü

Uns war es wichtig, dass wir ein zentrales Menü schaffen, von dem aus man die verschiedenen Beiträge erreicht. Es ist quasi die Übersichtsplattform, ein Punkt, an den man immer wieder zurückkommen kann, wenn man sich nicht zurechtfindet oder auf einen Beitrag vielleicht einfach keine Lust mehr hat. Zudem sind die einzelnen Beitragskategorien mit Icons beschildert. Diese aussagekräftigen Bildchen geben neben dem Titel Auskunft, was man auf den jeweiligen nächsten Seiten finden kann. Es ist schließlich für jeden Menschen einfacher sich an Bildern zu orientieren.

2. Fupp-Button

Der Fupp-Button ist ein Button in Form des Fuchs-Kopfes, der das Logo-Tier des Magazins und somit auch der App ist. Er ist immer da, wenn man ein Thema durchgelesen hat oder einfach noch mal im Hauptmenü stöbern möchte. Einfach einfach – man muss sich nicht die Pfade merken, auf denen man zur aktuellen Seite gekommen ist, denn: Zurück geht`s immer.

3. Interaktivität

Erkunde mich: Nichts ist für Kinder (und wenn man mal ehrlich ist, auch für die meisten Erwachsenen) langweiliger als eine Seite voller Text. Der kann noch so gut sein, wenn nichts passiert, ist er out. Deshalb wollten wir so viele interaktive Elemente wie möglich einbauen, die aber nicht vom Text ablenken, sondern ihn unterstützen. Denn wenn man ein interessantes Bild oder Video sieht, und gerne mehr darüber erfahren möchte, greift man ganz freiwillig auf den Text zurück. Deshalb haben wir zu jedem Thema Bilder, Videos und Animationen herausgesucht. Mal mehr und mal weniger – zum einen passen mehr Videos, beim anderen sind Soundeffekte angebracht. Überfrachten wollten wir die Seiten allerdings auch nicht. Auf dass wir die richtige Mischung gefunden haben mögen…

4. Zurück-Button

Kein Plan mehr, aus welcher Richtung man kam? Oder doch nochmal das Bild von der Seite davor angucken? Oder einfach aus Versehen eine Seite zu weit geslidet? Genauso wichtig wie ein Hauptmenü-Button war uns der Zurück-Button. Er soll die Bedienung erleichtern und das Zurechtfinden erleichtern.

5. Erklärungs-Sprechblasen

Kann ich das Bild vergrößern? Was passiert, wenn ich den Infokasten anklicke? Wo komme ich hin, wenn ich nach oben slide? Auf noch unbekannten Apps ist das Zurechtfinden gar nicht so einfach. Ohne Hilfe kann man sich da schon mal verloren fühlen oder auch schnell einfach keine Lust mehr haben. Deshalb wollen wir versteckte Hilfen anbieten – wenn man mit dem Finger auf das zu entdeckende Element geht, taucht an einer Stelle eine Sprechblase auf. Der Fupp erklärt (quasi aus dem Off) den Benutzern genau, was passiert, wenn man dieses Element jetzt anwählt. Das erspart Frust und lockt auf die nächste Ebene.

6. spielerische Elemente

Kinder sind von Natur aus neugierig. Genau das muss man nutzen, wenn man eine App für sie entwickelt. Deshalb wollten wir neben Bildern und Videos noch andere neugierig machende Elemente einbauen. So sollte zum Beispiel durch die Bogenschießen-Geschichte ein Pfeil verlaufen, dessen Schaft auf der ersten Seite beginnt und dessen Spitze die Leser am Ende des Textes erreichen. Beim Wettbewerb „Eltern gegen Kinder“ kann man an der Seite von Tobias, einem Grundschüler, durch das Gewinnen unterschiedlicher Disziplinen von der Teilnehmer- bis zur Goldmedaille durchkämpfen. Außerdem locken beim Thema „Blut“ ins Bild lugende Grafiken auf die nächste Seite.

Alles in allem haben wir innerhalb kurzer Zeit viele Ideen gesponnen und sind gespannt, wie die Erprobung in der Praxis aussieht. Sicherlich kann man immer noch mehr optimieren. Mit mehr Zeit hätten wir uns auch mit Kindern zusammen an die Umsetzung begeben, aber so ist erst mal mehr ein Prototyp dabei herausgekommen. Jetzt heißt es also: auf die App – fertig los!

Grafik: Jonathan Linker

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