Das Urteil der Leser

Um zu erfahren, was bei unserer Zielgruppe gut angekommen ist, haben wir eine Online-Umfrage zum Heft gestartet. Insgesamt 134 Kinder aus der dritten und vierten Klasse haben den Fragebogen ausgefüllt, aber nicht jede Frage war eine Pflichtfrage. Zusätzlich haben wir von einer vierten Klasse aus Südhessen Briefe mit individuellen Kritiken unseres Hefts erhalten. Wir möchten uns für das Feedback an dieser Stelle herzlich bedanken und einen Einblick geben. Die Zitate aus den Briefen der Kinder werden eins zu eins wiedergegeben.

 Der Gesamteindruck

“Mir hat es viel Spaß gemacht, dass Magazin zu lesen. Mir haben die Artikel sehr gut gefallen, weil in dem Heft so viele Sachen standen, die ich überhaupt nicht wusste.? (Salomen, 4. Klasse)

Dieses Kompliment freut uns natürlich. Wie sieht die Beurteilung in Zahlen aus? Von 134 Kindern erklärten rund die Hälfte: Sie haben in der Woche, in der sie das Magazin erhalten haben, ein- bis fünfmal darin gelesen. Gut ein weiteres Drittel Kinder gab an, sie hätten fünf- bis zehnmal im Heft gelesen. Die restlichen Kinder blätterten häufiger darin oder machten keine Angabe.

 Wie oft hast du in der letzten Woche im fuppMagazin gelesen?


Wie oft hast du in der letzten Woche im fuppMagazin gelesen? (Angaben in absoluten Zahlen)

“Ich fand die Zeitschrift gut weil sie verständlich war und auch tolle Bilder hatte? (David, 4. Klasse)

“Ich finde die Zeitschrift spannend weil man es auch als dümmster Mensch versteht? (Leonie, 4. Klasse)

Für uns war es wichtig, dass die Texte in der Altersgruppe gut verstanden werden. Daher haben wir online auch danach gefragt. In Schulnoten ausgedrückt erhielten wir von den Kindern 69 Mal eine 1, was der Aussage “Ja, ich habe alle Texte verstanden? entspricht, 44 Mal eine 2, keine 5, dafür aber zweimal eine 6 (“Nein, die Texte waren zu schwierig.?). Der Sprachstil des Heftes wurde ebenfalls überwiegend mit “gefällt mir? bewertet.

“Ich habe jeden und alle Texte gut verstanden, weil jedes schwierige Wort erklärt wurde.? (Johanna, 4. Klasse)

Allerdings bekamen wir hier auch von einigen Schülern das Feedback, unser Sprachstil sei etwas für jüngere Kinder gewesen und zum Teil “etwas unlogisch?.

“Bei der S. 14-15 Alkohol trinken finde ich es komisch wieso ist Alkohol nicht für Erwachsene giftig?? (Nazli, 4. Klasse)

Die Beiträge

“Am meisten hat mir die Blutspende gefallen das hat Spaß gemacht es zu lessen es war spannend? (Viktor, 4. Klasse)

“Das fuppMagazin hat mir gefallen, weil das Thema Satelliten drinnen war und das hat mir am besten gefallen. Ich wusste nicht was Satelliten im Weltall machen. Jetzt weiß ich es!? (Jan-Lukas, 4. Klasse)

“Am besten fand ich die Schokoküsse weil es unfassbar ist auf so einem kleinen Grundstück Schokoküsse herzustellen.? (Cora, 4. Klasse)

Auch bei unserem Online-Fragebogen war die Bandbreite der Themen, die den Grundschülern am besten gefallen haben, sehr breit gefächert. Einige gaben an “Mir hat alles gut gefallen?, andere lobten bei der Frage “Welches Thema hat dir am besten gefallen??: “Die Giraffensprache weil es eine gute Idee war?. Auch Ägypten kam bei unseren jungen Lesern als Themenblock gut an: “Mir hat das Thema Die Geschichte des kleinen Pharao gefallen. Weil es toll und spannent war.?

Anzahl der Fragebogenteilnehmer nach Geschlecht (in absoluten Zahlen)

Anzahl der Fragebogen-Teilnehmer nach Geschlecht
(in absoluten Zahlen)

Typische Geschlechter-Klischees ließen sich bei der Auswertung der Online-Umfrage nicht erkennen. Es haben zwar mehr Mädchen (59 %) als Jungen (41%) teilgenommen, aber Technikthemen, wie die Satelliten oder Bionik fanden auch die Mädchen spannend.

“Wo ich dachte das das unmöglich ist sind im Weltraum 3000 Satelieten und ungefähr 16000 Trümerteile im Weltraum das hat mich vom Bett gehaun.? (Laura, 4. Klasse)

Für ein eindeutiges Top-Thema in unserem Heft entschieden sich die Kinder nicht. Vielmehr lassen sich Themenkategorien hervorheben. Natur(-wissenschaftliche) Themen (z.B. Wald, Bionik, Satelliten, Blut) und Themen, die unmittelbar mit dem Alltag der Kinder zu tun haben (z.B. Nicht alt genug, Schokoküsse), gehörten zu den Favoriten der Kinder.

Die Gestaltung

“Die Titelseite finde ich zu dunkel. Aber sonst ist sie schön. Die Schrift ist nicht zu klein und lässt sich gut lesen.? (Louis, 4. Klasse)

Wir haben bei der Heftgestaltung lange über die Gestaltung der Titelseite diskutiert. Auch die Frage, wie bunt das Heft sein muss oder soll, sorgte für Diskussionen in der Redaktion. Deshalb haben wir diesen Fragen in unserem Online-Fragebogen einen eigenen Abschnitt gewidmet. 80 Kinder wählten hier die Antwortmöglichkeit “Auf der Titelseite waren alle wichtigen Themen zu sehen.? Ein Fünftel der Schüler (27 Kinder), die den Fragebogen ausgefüllt haben, hätten sogar “gerne mehr Themen? auf der Titelseite gesehen. Für zwei Grundschüler bot die Titelseite zu viele Themen. Die restlichen Teilnehmer machten keine Angabe zu dieser Frage.

 “Das ganze Heft und die Bilder sind sehr schön.? (Fabian, 4. Klasse)

“Die Bilder sind groß, dass man keine Lupe braucht um sie zu erkennen? (Leonie, 4. Klasse)

Um das Verhältnis von Fotos und Text ging es bei der nächsten Frage. Nur vier Prozent aller 134 Teilnehmer an unserem Fragebogen erklärten, das Heft habe zu viele Fotos geboten. “Zu wenige Fotos? urteilten 10 Prozent der Grundschüler. Die Mehrheit entschied sich für die Auswahlmöglichkeit “Genau die richtige Menge an Fotos?.

“Das gute an dem Heft ist dass die Schrift sehr lesbar ist, sie ist nicht zu groß und nicht zu klein, sie ist mittelgroß.? (Salomen, 4. Klasse)

Wie groß muss die Schrift sein? Darf es im Heft weiße Stellen geben? Aus dem Buch “Junge Leser? von Kathrin Kommerell haben wir mitgenommen, dass einerseits eine schwarze Schrift für die Kinder leichter lesbar ist, andererseits weiße Stellen im Heft die Frage bei den Lesern aufwerfen kann, ob dort etwas fehle. Daher gaben wir in unserem Fragebogen den Halbsatz vor “Im Heft hatten die Seiten?: “zu viele weiße Stellen?, “zu viel Text?, “zu wenige Erklärungen in Kästen?. Die Kinder konnten mehrere Antworten auswählen:

Im Heft hatten die Seiten...

Im Heft hatten die Seiten… (zum Vergrößern anklicken)

Die Verbindung mit dem Blog

“Ich sage das dieses Magazin sehr sehr toll ist. Und das sehr viel drinn steht. Es steht auch drin wo man es im Internet findet.? (Cora, 4. Klasse)

Ein Bestandteil unseres Heftes war die Verknüpfung des gedruckten Heftes mit dem Internet. Hier müssen wir leider eingestehen, dass die Medienwelt, wie auch die Links und QR-Codes im Heft, nicht angenommen wurde. Auf die Frage “Kennst du unsere Medienwelt?? antworteten nur 18 Prozent der 134 Grundschüler mit “Ja?. 49 Prozent und damit die Mehrheit antworteten mit “Nein?. Die restlichen Schüler machten keine Angaben.

Ein ähnliches Bild ergab die Frage: “Hast du einen Link oder QR-Code im fuppMagazin genutzt, um dir auf unserer Internetseite ein Video oder Fotos anzusehen??:

Hast du einen Link oder QR-Code benutzt?

Hast du einen Link oder QR-Code benutzt? (zum Vergrößern anklicken)

Die Zukunft oder wie es weiter geht

In den Briefen an die fuppMagazin-Redaktion schreibt David:

“Ich würde mich über eine weitere Ausgabe freuen?

und Leonie pflichtet ihm bei:

“Macht weiter so. Die Zeitung ist perfekt.?

Auch Jan-Lukas möchte wissen:

“Wann macht ihr das neue fuppMagazin fertig und wie sieht es aus??

Nun ja, eine zweite Ausgabe des fuppMagazins ist aktuell nicht geplant. Das Magazin, wie auch dieses Blog, entstand im Rahmen eines Semesterprojektes an der Hochschule Darmstadt und war damit zeitlich begrenzt. In den kommenden Wochen stehen wir fuppRedakteure vor unserer Bachelorarbeit. Was die Zukunft bringt, das wird für jeden von uns unterschiedlich sein.

Eines bleibt gewiss: Uns hat die Arbeit am fuppMagazin großen Spaß bereitet und wir denken gerne zurück. Vielleicht erinnern wir uns irgendwann daran und setzten das Projekt fort. Bis dahin bedanken wir uns bei unseren Lesern.

Artikelbild: fuppRedaktion, Fupp: Larissa Ditzel

Über Martin Krauß

Martin studiert an der Hochschule Darmstadt Online-Journalismus und interessiert sich für Politik, Nachhaltigkeit, Netzwelt und Medien. Er ist Mitglied im Autorennetzwerk youdaz.com und bloggt privat unter blog.martinkrauss.eu. Twitterkanal: @martin_krauss, Google+

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